Die „Hausgessesenen“ von Beltershausen

Die GEFRA Grund und Wert GmbH errichtet neuen Wohnraum im wunderschönen Beltershausen. Das Gelände, auf dem die hochwertigen neuen Wohnungen entstehen, wurde bereits gerodet. Bald können die Arbeiten für die insgesamt 13 neuen Wohnungen beginnen.

Wieso heißt Beltershausen eigentlich Beltershausen? Und was sind „Hausgessene“? Begleiten Sie uns bei einem kurzen Ausflug in die Geschichte des Ortes, die vor etwa 900 Jahren begann. Im Jahre 1130 wurde die Ortschaft zum ersten Mal schriftlich erwähnt, und zwar als „Beltershusun“. Gut 20 Jahre später wurde der Ort in einer Urkunde „Beltirshusin“ genannt und vermerkt, dass die Einwohner eine Kirche errichtet hatten, die dem heiligen Bartholomäus geweiht wurde. Erstaunlich, denn es gab nur recht wenige Einwohner, die beim Bau mit anpacken konnten.

Zum ersten Mal wurde eine konkrete Einwohnerzahl im Jahre 1502 genannt. Stolze sieben „Hausgesessene“ waren verzeichnet! Das machte in Summe allerdings mehr als sieben Einwohner, denn bei einem „Hausgesessenen“, also einem im Hause Ansässigen, handelte es sich um einen erwachsenen Haushaltsvorstand, der als ein Bewohner eines Hauses erfasst wurde. Frauen wurden nur gezählt, wenn sie als Witwe ein Haus besaßen, Kinder, Dienstleute und sonstige bei „Hausgesessenen“ einquartierte „Beisassen“ wurden gar nicht erfasst. Diese waren nämlich  Personen mit eingeschränkten Bürgerrechten, die eben nur „beisässig“ und nicht „ansässig“ waren.

Das entscheidende Kriterium für einen ordentlichen „Hausgessenen“ war übrigens eine eigene Feuerstelle, von denen es also ganze sieben gab. Im Jahr 1630 konnten doppelt so viele Feuerstellen gezählt werden, das ergab also 14 „Hausgesessene“. Bis zum Jahr 1747 wuchs die Anzahl der Einwohner von Beltershausen auf 159 – diesmal wurden alle mitgezählt. Darunter waren zwei Schmiede, vier Schneider, ein Maurer, ein Wirt und elf Tagelöhner. 1905 waren es 328 Einwohner, 1967 waren es 646, der Zensus 2011 erfasste 927 Einwohner, bis heute wächst Belterhausen langsam, aber stetig weiter.

In den Überlieferungen änderte sich der Name des heutigen Beltershausen immer mal wieder. „Beldereshusen“ im Jahr 1200 oder etwas später „Beltershovsen“ waren weitere Vorläufer des endgültigen Namens „Beltershausen“, der aber immerhin schon seit 1577 benutzt wird.

Die Bedeutung des Ortsnamens geht zurück auf die germanische Mythologie. Es ist das Haus des germanischen Gottes „Balder“ bzw. „Baldur“. Es ist der „Herr“, der „Held“, der „Fürst“, aber auch der „Leuchtende“. Baldur der Sohn des Göttervaters Odin und der Frigga und gilt als der friedlichste und reinste der asischen Götter. Wegen seiner leuchtenden Schönheit, seiner Barmherzigkeit und seiner Weisheit wird er von allen bewundert. Eigentlich sollte er unverwundbar sein, so wie Achilles in der griechischen Mythologie oder Siegfried in der Nibelungensage. Doch genau wie die beiden – bei Achilles die Ferse, bei Siegfried die Schulter – hatte Baldur eine Schwachstelle.

Das lag an dem Umstand, der ihn unverwundbar machte. Baldur träumte einmal von seinem eigenen Tod und erzählte davon seiner Mutter Frigga. Die ging deshalb zu jedem Tier und zu jeder Pflanze und forderte sie auf, einen Eid abzulegen: Sie mussten schwören, dass sie Baldur niemals verletzen werden. Nur eine einzige, fatale Ausnahme machte sie, nämlich bei einem jungen Mistelzweig, der ihr zu zart und zu harmlos vorkam. Sie ahnen sicher schon, worauf alles hinausläuft: Baldur wurde bei einer Art Spiel ausgerechnet von seinem blinden Bruder Hödur von einem Mistelzweig getroffen und sank tot zusammen (siehe Bild, aus einer isländischen Handschrift des 18. Jahrhunderts). Wie auch in anderen Mythologien ist der Tod nicht das Ende für einen Gott, also kehrte Baldur später als Lichtgestalt zurück.

Ein „Haus des Balders“ sollte also ein Ort der Verehrung des Baldurs und damit der reinen Schönheit und der Friedlichkeit sein – ganz wie das heutige Beltershausen. Einfach ein schöner Ort zum Leben!

Steigende Gas- und Ölpreise? Für unsere Objekte in Fronhausen und Beltershausen kein Problem.

Energie ist heutzutage ein wichtiges Thema. Wer umweltbewusst denkt, will wissen, wo diese Energie herkommt. Und natürlich nicht zuletzt, wieviel sie kostet.

Ökoenergie ist gut für die Umwelt! Für die ca. 70 Neubauwohnungen in Fronhausen greifen wir auf die regenerative Energie eines zertifizierten Biokraftwerks zurück. Die Bioenergiegenossenschaft Fronhausen erzeugt die Energie mit einer Biogasanlage und einem sogenannten Holzhackschnitzel-Heizkessel. Dieser verwendet ausschließlich biologischen Abfall wie zum Beispiel Hecken- und Baumschnitt oder andere Pflanzenreste.

Dieses Konzept fand vor einigen Jahre ein englischer Earl so interessant, dass er einige Mitarbeiter nach Fronhausen entsandte, um zu prüfen, ob sein Landsitz ähnlich ökologisch mit Wärme versorgt werden könnte – quasi von Fronhausen in die Welt.

Neben der Unabhängigkeit von Erdgas oder Erdöl ist ein weiterer Vorteil, dass die Nahwärme über ein Leitungssystem direkt in die Wohnungen gelangt, so dass keine zusätzliche aufwendige Heiztechnik, welcher Art auch immer, notwendig sein wird, ein einfacher Wärmetauscher genügt.

Diese Unabhängigkeit genießen auch die zukünftigen Bewohner unseres Bauprojekts in Beltershausen. Dort entstehen überwiegend Neubau-Wohnungen, aber auch in bereits bestehenden Häusern werden Wohnungen im Neubaustandard erstellt. Hier haben wir eine ökologische Pelletheizung geplant, die alle Wohnungen zentral mit Wärme versorgen wird. Für das Pelletlager und die entsprechende Heizung werden wir einen bereits bestehenden, massiven Keller nutzen. Dieser befindet sich auf dem Grundstück der insgesamt vier Häuser und bedeutet eine praktische und nicht zuletzt kostengünstige Lösung, alle Wohnungen in den vier Häusern mit Ökoenergie zu heizen. Denn Pellets sind im Vergleich zu Heizöl derzeit etwa 30 % günstiger, vor allem aber gibt es in Deutschland genug Holz, selbst bei eventuellen Preissteigerungen werden wir unter dem Preis von fossilen Energieträgern (Erdöl, Erdgas) bleiben und sind nicht von ausländischen Quellen abhängig. Der Heizwert von 2 kg Holz Pellets entspricht in etwa dem von 1 l Heizöl.

Der Begriff „Pellet“ kommt übrigens aus dem englischen und bedeutet „Bällchen“. Pellets haben die Form einer kleinen Kugel oder eines Zylinders. Holzpellets werden in der Regel aus Sägerestholz (Sägespänen) und aus anderen Holzabfällen hergestellt, aber auch aus Waldholz gewonnen. Sie können auch aus anderen biogenen Abfällen bestehen, aus Torf, aus Halmen, aus Stroh oder sogar aus Olivenkernen. Durch eine Verdichtung des Materials entstehen die typischen Presslinge, die durch die Komprimierung eine höhere Wirksamkeit und eine wichtige Staubfreiheit erreichen. Noch gravierender sind die Vorteile des geringeren Lager- und Transportaufwandes. Und nicht zuletzt lässt sich durch die gleichmäßige Komprimierung eine bessere Dosierung erzielen.

Die gleichmäßig dosierte Zuführung der Pellets erfordert einen Stromanschluss. Um auch bei einem Stromausfall die Anlage weiter betreiben zu können, wird ein großzügig dimensioniertes, dieselbetriebenes Notstromaggregat aufgestellt. Dieses kann im Notfall nicht nur die Versorgung der Wohneinheiten mit Wärme sicherstellen, sondern auch die gesamte elektrische Versorgung der Wohnungen für mindestens eine Woche gewährleisten.